STIFTUNGSGESCHICHTE


Im Jahr 1955 legten Andrea Garbald und seine Schwester Margherita zum Schutz des architektonischen und kulturellen Erbes der Familie den Grundstein für die Fondazione Garbald. Nach dem Tod von Andrea Garbald 1958 verwaltete die Società culturale di Bregaglia als Testamentsvollstreckerin das zeitweise an Dritte vermietete Anwesen, wo vorübergehend auch die Polizeistation eingerichtet war.


Unter dem 1997 neu formierten Stiftungsrat und dessen damaligem Präsidenten, dem Künstler und Fotografen Hans Danuser, begann man das Kulturgut systematisch zu erfassen und seinem Stiftungszweck zuzuführen. Ziel war, die Liegenschaft zu sanieren, mit einem Neubau zu erweitern und als künftiges «Zentrum für Forschung, Kommunikation und Kultur» zu nutzen.


Mit Unterstützung des Kantons Graubünden, des Bergells, öffentlich-rechtlichen und privaten Institutionen sowie – über die Verbindung des gemeinsamen Baumeisters Gottfried Semper – der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) wurde das Projekt 2001–2004 realisiert. Damit konnte der Semper-Bau als cisalpines Unikat der Nachwelt erhalten bleiben.


Seit der Eröffnung 2004 nutzen ETH Zürich, Universität Zürich und weitere Hochschulen den Komplex als Denklabor für Seminare und Retraiten. Auch Gäste aus Kultur sowie öffentlichen und privatwirtschaftlichen Unternehmen sind willkommen. Die Villa Garbald ist offen für regionale kulturelle Anlässe. Dem Bündner Kunstmuseum Chur dient das Anwesen als Aussenstation für Kunsteinrichtungen.


Die Fondazione Garbald als Eigentümerin ist für den Betrieb sowie den Unterhalt von Liegenschaft und Gartenanlage verantwortlich.